Ethiad Airlines brachte uns über Abu Dhabi nach Bangkok, wo wir am Morgen nach einem Nachtflug landeten und einen zwei-tägigen Stopover verbringen würden, ehe wir weiter nach Australien reisen sollten.
Die Anreise – was erwartet uns?
Es war das erste Mal, dass wir thailändischen Boden unter den Füssen hatten, als wir am Suvarnabhumi-Airport landeten. Nachdem wir die Immigration erfolgreich passiert und unsere Koffer vom Band geholt hatten, traten wir in die Schwüle des Morgens hinaus, wo wir am Taxistand einen Wagen Richtung City nahmen.
Eigentlich ist eine Taxifahrt nicht weiter eine Erwähnung wert, doch die Dame, die den Wagen fuhr bedarf doch einiger Worte. Mit einem breiten Lächeln hieß sie uns in ihrem Wagen willkommen. Ich zeigte ihr die in Thai-Schrift gespeicherte Adresse des Hotels, was sie abermals mit einem über das ganze Gesicht strahlende Lachen und einem Nicken zur Kenntnis nahm. Nun streifte sie sich ihre Autofahr-Handschuhe über und los ging die Fahrt…..im Schneckentempo! Der fließende Verkehr überholte uns rechts und links, während wir mehr als ausreichend Zeit hatten die ersten Blicke auf Bangkok wirken zu lassen. Als wir schließlich am Hotel ankamen war eine gute Stunde vergangen (auf dem Weg zurück zum Flughafen hatten wir diesen nach gut 20 Minuten erreicht).
Unser Hotel in Bangkok
Ich hatte mich bei der Buchung für das Mercure Bangkok Siam entschieden, da dieses in der Nähe der großen Einkaufszentren liegt und man fußläufigen Zugang zur BTS-Station gelangt. Die Zimmer entpuppten sich als modern und sauber. Das Frühstück war inklusive und das erste Mal wurde wir mit durchaus interessant aussehenden und riechenden Speisen und Getränken Thailands konfrontiert. Vor allem aber der Rooftop-Pool war eine willkommene Abwechslung, um nach einem heißen Tag in der Stadt den Abend ausklingen zu lassen:

ist das Saft?? 
Blick vom Rooftop des Hotels 
auf die Skyline von Bangkok 

der Pool des Merkure Bangkok Siam 
Blick vom MBK-Shopping-Center
Die Stadt
Tja, was soll ich sagen?! Es gibt wirklich schöne Ecken in Bangkok, vor allem die Bereiche um die Tempel sind toll angelegt, interessant anzuschauen und pompös. Die Stadt scheint von allem etwas zu haben: Luxus, Chaos, Glitzerfassaden, Stromkabel. Wir ließen uns treiben ohne bestimmte Ziele. Mal führte uns der Weg in eher dunkle Gassen, aus denen wir von einem Bewohner mit einem Besen wieder hinausgejagt wurden. Oder aber wir ließen uns mit dem Verkehr in die Mitte der Hochhäuser treiben.

Stromkabel… 
…noch…. 
…und nöcher 
Shopping
Shopping wird in Thailand groß geschrieben. Eine Vielzahl an Einkaufszentren finden sich direkt nebeneinander – von Luxusmarken bis hin zu Plagiaten kann man alles kaufen, was das Herz oder der Kleiderschrank begehrt. Teilweise sind Produkte wirklich sehr günstig, doch ob es sich dabei wirklich immer um die echten Marken handelte, wage ich ganz arg zu bezweifeln. Den ersten Kulturschock erlebten wir wohl im MBK:


Doch auch hier gab es Ecken, in denen durchaus interessante Produkte zu entdecken waren. Wer sich einen Anzug maßschneidern lassen möchte, ist hier genau richtig. Zu relativ günstigen Preisen und guten Stoffen werden in windeseile Ein-und Zweireiher genäht.
Das Essen
Garküchen sind in Thailand sehr beliebt und an jeder Ecke zu finden. Nicht nur auf Märkten, sondern vor allem in den Straßenzügen in zweiter Reihe entdeckten wir die vielen kleine Wagen, an den allerlei Köstlichkeiten zubereitet wurden. Zumindest rochen sie sehr gut.
Gekostet haben wir an diesen nicht, sondern uns für ein Essen auf einem Markt entschieden. An zig Ständen wurde gebraten, gedünstet, gekocht und gegessen. So haben auch wir einen Platz gefunden, nahmen auf den kleinen, knartsche-pinken Plastikhockern Platz und haben es uns schmecken lassen. Doch um ganz ehrlich zu sein war, mir das alles nicht ganz geheuer. Bei schwülen 35 Grad standen Meeresfrüchte, Fisch und Fleisch ungekühlt neben den Woks und Töpfen zur Verarbeitung bereit. Vielleicht bin ich zu übervorsichtig oder auch zu viele Jahre in der Gastronomie tätig, dass ich ein großer Freund von Kühlungen von sensiblen Lebensmitteln bin. Trotzdem war ich mutig, habe gekostet und es schmeckte wirklich wunderbar!

Fortbewegung
Neben einem gut ausgebauten Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln, kann man auch auf Wassertaxis zurückgreifen. Diese bringen einem mit ordentlich Speed von A nach B. Alternativ kann man sich mit einer der auf der ganzen Welt bekannten Rikschas durch die Gegend fahren lassen.
Fazit
Ich hatte keine wirklichen Erwartungen oder Vorstellungen von Bangkok, doch die Stadt wird wohl nicht noch einmal auf meiner Liste mit Reisezielen stehen – aber das ist Geschmackssache. Warm wurde ich mit der Stadt nicht, wenngleich die Menschen sehr freundlich waren.






Ein Gedanke zu “Bangkok”