Urlaubsplanung

Der Urlaub ist eingereicht. Alleine das ist schon ein Grund zur Freude. Was allerdings noch mehr Spaß macht, ist die Vorfreude auf den Urlaub. Die Urlaubsplanung steht an: Wo soll es hingehen? In die Berge? Oder lieber ans Meer? Eine Städtereise? Vielleicht alles miteinander in einem Roadtrip kombinieren? Allen voran steht die Flugsuche und auch eine passende Unterkunft will gefunden werden. Es gibt unzählige Möglichkeiten die schönsten Wochen des Jahres zu verbringen.

Individualreise vs. Pauschalreise

Die Frage, ob man lieber ein (All-Inclusive-)Paket buchen möchte oder die Bausteiner seiner Reise individuell zusammenstellt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Die klassische Pauschalreise hat sicherlich Vorteile – Dank des Sicherungsscheins hat man Rechte, sollte ein Reiseveranstalter Insolvenz beantragen – und kann heutzutage auch mehr oder minder indivuell zusammengestellt werden.

Ich bin ein absoluter Verfechter von Individualreisen – also Flug und Hotel separat zu buchen. Warum? Die Antwort lest ihr hier.

Die Reisezeit

Der Urlaubsantrag ist genehmigt und damit beginnt die aufregende Ideensammlung, wo man ein paar spannende, erholsame und interessante Tage oder gar Wochen verbringen könnte. Hat man kein festes Ziel vor Augen, entscheiden oft der Preis und das Wetter in der Zielregion. Bedenkt bei der Entscheidung des Reiseziels, dass unterhalb des Äquators die Jahreszeiten „umgekehrt“ zu den unseren sind. So könnte zum Beispiel Südamerika, Südafrika oder ein Spot in den Tropen ein Ziel für die Urlaubswochen im bei uns kühlen November sein?

Während der Urlaubswochen sind Schulferien? Klassische Reiseziele sind während der Hauptsaison teuer, wenn nicht sogar überteuert. Und damit sind auch Flüge, Hotels, Mietwagen, etc. entsprechend hochpreisig. Wer also kann, sollte die Ferienzeiten weiträumig umschiffen.

Der Flug

Wenn ich einen Flug suche sind zwei Kriterien ausschlaggebend: der Preis und der Abflughafen. Ihr wohnt in Hamburg und habt einen günstigen Flug ab München gesehen? Toll, aber die An-und Abreise muss man nicht nur in Zeitaufwand sondern auch in wahren Euros einkalkulieren.

Ich suche Flüge zuerst über Skyscanner. Diese Suchmaschine hat den Vorteil, dass man sich direkt die Preise für einen gesamten Monat anzeigen lassen kann. So kann man schon mal die günstigeren Reisetage eingrenzen. Weitet die Suche auch auf benachbarte Länder oder Städte aus, von denen ihr abfliegen könntet.

Ist ein passendes Angebot gefunden, vergleiche ich die Preise noch auf Momondo. Vorsicht, in den meisten angezeigten Tarifen ist das Aufgabegepäck noch nicht inbegriffen. Je nach Airline können da noch einmal gut und gerne drei-stellige Beträge hinzu kommen. Doch bevor ihr über einen Vermittler bucht, vergleicht auch mal die gefundenen Angebote mit denen auf der Homepage der Airline direkt!

Zu meiner täglichen Lektüre gehören auch Urlaubspiraten &Co., wo man immer wieder Schnäppchen, Error Fares und tolle Inspirationen findet.

Langstreckenflug – wie gestaltet man ihn angenehm?

Gute Frage, auf die die wohl einzige Antwort lautet: gar nicht. Irgendwann tut es einfach weh. Vor allem wenn es ans andere Ende der Welt geht, zum Beispiel nach Australien. Wenn man gerade mal die Hälfte der gut 20 Stunden Flugzeit geschafft hat, rächt sich der Körper mit schmerzenden Gliedmaßen und – ja, auch das – dicken Füßen. In meinem Handgepäck sind diese Dinge ein Muss, um die Zeit möglichst angenehm zu gestalten:

  • bequeme, warme Kleidung und gemütliche, weite Schuhe
  • Halstuch
  • Nackenkissen
  • leeres Brillenetui
  • Handy mit Filmen
  • Ladekabel fürs Handy und Kopfhörer
  • Müsliriegel
  • Kugelschreiber zum Ausfüllen der Immigration-Card
  • eine leere Wasserflasche zum Wieder-Befüllen an Wasserspendern
Bequeme Kleidung und ein Nackenkissen helfen Langstreckenflüge gut zu überstehen

Doch man kann die Stunden in der Luft mit einiger Vorbereitung angenehmer gestalten. Generell gilt: bequeme Kleidung. Dass der feine Anzug und das kleine Schwarze nicht das perfekte Reiseoutfit sind, ist wohl allen klar. Am besten eignen sich Hosen, die keine festen Nähte haben und dazu einen warmen Pullover. Auch wenn Jogginghosen momentan einen echte Modeerscheinung sind, weigere ich mich eine solche zu tragen. Von der Bequemlichkeit wäre sie allerdings perfekt für einen Langstreckenflug.

Vor dem Start ist es oft sehr warm in einem Flugzeug, doch kaum haben die Räder den Boden verlassen, wirft der Pilot die Klimaanlage an und es wird kalt! Die meisten Airlines geben keine Decken mehr aus, also zieht Euch warm an. Dazu empfiehlt sich auch ein Halstuch oder Schal. Entweder hält er warm oder kann auch als Kopfkissen dienen. Ein Nackenkissen dazu – und fertig.

Musik in den Ohren hilft immer, um die Nebengeräusche ein wenig zu dämmen. Klar, Kleinkinder weinen des öfteren im Flugzeug und es ist ihnen absolut nicht zu verübeln. Doch an Schlaf ist da manchmal nicht mehr zu denken. Also: Musik in die Ohren. An die Brillenträger unter Euch: ins Handgepäck gehört auf jeden Fall ein leeres Brillenetui, um dort die Brille sicher zu verstauen.

Schaut im Vorhinein, ob die Airline ein on-board-Entertainment bietet. Vor allem die Low Cost Carrier lassen sich die Filmauswahl bezahlen. Wenn man die Ausgabe sparen möchte, greift man einfach auf Filme auf dem Handy oder Tablet zurück. Ladekabel nicht vergessen. Viele Airlines haben in den Sitzreihen USB-Anschlüsse eingelassen und somit ist die Akku-Versorgung den gesamten Flug über gesichert.

Das Hotel

Lage, Lage, Lage – was für eine Immobilie gilt, ist auch für Hotelbuchungen nicht unerheblich. Verbringt ihr nur wenige Tage an einem bestimmten Ort, weil ihr zum Beispiel eine Road Trip plant? Dann wählt auf jeden Fall ein Hotel im Zentrum der Stadt! Nichts ist ärgerlicher als an den wenigen Tagen, die man vor Ort hat, auch noch pendeln zu müssen.

Natürlich sind Hotels im Zentrum immer etwas teurer als solche, die außerhalb liegen. Doch die Kosten für die öffentlichen Verkehrsmitteln haben sich – auf jeden Fall anteilig – schnell amortisiert.

Wie die meisten, suche ich Hotels auch über booking.com. Dieses Buchungsportal ist übersichtlich aufgebaut und die große Masse der Buchungen erfolgen über booking.com. Generell sollte man sich nicht zu 100% auf die dort geschriebenen Bewertungen von anderen Gästen verlassen – Gäste haben halt immer was zu meckern und man kann es nicht allen recht machen. Doch sie geben einen ersten Anhalt. Lest ihr immer wieder, dass die Zimmer nicht gut gereinigt waren, wird da etwas dran sein. Sortiert die Bewertungen nach den neuesten Einträgen. Sollten im Hotel zum Beispiel gerade zu Renovierungsarbeiten stattfinden oder die Straße vor dem Haus aufgerissen werden, lest ihr über diese lärmenden Maßnahmen garantiert in einer der Bewertungen.

Mein Tipp:

habt ihr eine Auswahl an Hotels getroffen, besucht die jeweilige hoteleigene Homepage des Hotels. Oftmals locken diese bei Direktbuchungen mit Angeboten (jedes Hotel zahlt eine nicht ganz unerhebliche Kommission an booking.com, Expedia & Co.). Wenn die Übernachtungen nicht günstiger angeboten werden, könnt ich Euch oft aber über Kleinigkeiten freuen, die die Hotels als „Dankeschön“ für Reservierungen über die eigene Homepage rausgeben: ein kostenfreies Upgrade, kostenloses Parken oder ein Willkommensgetränk. Und: solltet ihr Änderungen, Stornierungen oder Wünsche an das Hotel kommunizieren wollen, könnte ihr direkt mit dem Hotel Kontakt aufnehmen. Bei Buchungen über ein Buchungsportal ist dieses der Vertragspartner und damit Ansprechpartner – nicht das Hotel.

Doch vorsicht…

Oftmals werden für ein Zimmer verschiedene Preise angeboten. Achtet hier auf die Buchungsbedingungen. Die günstigeren Raten sind nicht mehr stornierbar, nicht mehr änderbar und ihr müsste 100% Vorkasse leisten, die nicht erstattbar ist.

Möchtet ihr mehr Flexibilität? Dann bucht eine stornierbare Rate, die zwar etwas teurer ist (meistens sind es etwas 10% Aufpreis zu der günstigeren Rate), doch solltet ihr die Reise umplanen müssen, entstehen euch so keine Kosten.

In manchen Ländern wird auf den Übernachtungspreis noch mal eine Steuer berechnet, zum Beispiel in den USA. In typischen Urlaubsregionen fällt häufig noch eine Resort Fee an.

Der Tipp mit dem ‚Tip‘

Endlich ist der Flieger am Urlaubsort angekommen, heißt es schnell raus aus dem Flughafen, rein ins Taxi und ab zum Hotel. Doch spätestens, wenn das Taxi am Hotel anhält, steht man vor der Frage „Wie läuft das hier eigentlich mit dem Trinkgeld?“ Und diese Frage beschäftigt einen weit über eine Taxifahrt hinaus. Bekommt der Page etwas zugesteckt? Und wie ist das im Restaurant?

Andere Länder – andere Sitten. Das gilt auch für das Trinkgeld. Lest hier, wie es sich mit dem ‚tip‘ in den USA, Kanada, Australien und Thailand verhält.

Nichts geht über Google Maps

Braucht ihr vor Ort ein Navi? Dann ladet Euch vor Eurer Reise Google Maps von der entsprechenden Region runter. Vor Ort könnt ihr bequem auf die Navigation und die weiteren Annehmlichkeiten, wie Campingplätze oder Restaurants etc., von Google Maps zugreifen – ganz ohne W-LAN oder die Mobilen Daten zu belasten.