Washington D.C.

Um ehrlich zu sein, kannte ich von Washington D.C. eigentlich nur das, was man in den Medien hört und liest. Das Weiße Haus, das Capitol und wenn man das George Washington Monument sah, kam mir als erstes Forrest Gump in den Sinn.

Es war an der Zeit die letzte Etappe unseres Roadtrips zu erreichen und unser Banausen-Wissen ein wenig auf Vordermann zu bringen. Sehenswürdigkeiten reihen sich in Washington aneinander, Museen warten quasi an jeder Straßenseite darauf entdeckt zu werden. Wir hatten also viel vor in den geplanten 3 Tagen in D.C.

Das Hotel

Unsere Residenz war das Moxy Washington D.C. Downtown. Wie der Name schon verrät, befindet sich das Hotel Mitten in der Stadt und ist damit nur wenige Blocks von den Sehenswürdigkeiten entfernt. Die Zimmer waren zwar winzig und das Badezimmer durch gläserne Wände getrennt vom Wohnbereich. Doch die etwa 13 Quadratmeter waren pfiffig gestaltet, die Designer des Hotels haben sich Gedanken gemacht, wie man das best Mögliche aus dem Platzangebot herausholen kann. Hut ab. In der Lobby haben Groß und Klein Spaß mit überdimensional großen Tschenga oder Schach-Spielen. Wirklich innovativ, cool und gelungen.

Direkt nach unserer Ankunft hat es uns natürlich nicht lange im Hotel gehalten. Begrüßt wurden wir vor der Tür von riesigen Schwärmen Spatzen, die lautstark ihre Runden über der Straße drehten. Ein allabendliches Spektakel, dass Spaziergänger die Kamera zücken ließ.

FBI, Trump & Co.

Als wir am ersten Abend ohne bestimmtes Ziel durch die Straßen schlenderten, fiel uns ein imposantes, hell und stilvoll erleuchtetes Gebäude auf. Quasi direkt nebenan stand dagegen ein Betonklotz sonder Gleichen. Ich als Hotel-Fan war beeindruckt von dem schicken Gebäude, das sich als das Trump-Hotel entpuppte (an dieser Stelle sei erwähnt, dass mich lediglich das Hotel positiv beeindruckt!). Mein Mann hingegen fand den Betonklotz ebenso aufregend, denn zufällig hatten wir den Hauptsitz des FBI gefunden.

Das Weiße Haus

Wo wir schon beim Präsidenten der Vereinigten Staaten sind, kommen wir doch direkt zu seinem Wohnsitz. Ein Besuch am Weißen Haus sollte zum Standard-Programm gehören.

Also liefen wir am Morgen direkt dort hin und standen vor einer riesigen Baustelle, die sich um die Umzäunung des Weißen Hauses schlängelte – schwer bewacht vom Secret Service: Der Zaun um das Areal wurde erneuert. Dennoch konnte man an der ein oder anderen Stelle einen Blick erhaschen.

George Washington Monument

Durch den Park „The Ellipse“ gelangt man direkt zum George Washington Monument, das man auf Grund seiner Höhe nicht verfehlen kann und von vielen Punkten der Stadt sichtbar ist. Wer mag, kann Tickets kaufen, um auf die Spitze des Washington Monuments zu fahren. An dem Tag unseres Besuchs war es allerdings so windig, dass ein Hinauffahren nicht möglich war. Aber auch von unten war das Monument wirklich beeindruckend.

The Mall bis zum Lincoln Memorial

Das Denkmal für den 16. Präsidenten der USA wirkt schon tempelähnlich. Lincoln thront hoch oben, ein in den Mamorboden eingelassener Schriftzug „I have a dream“ erinnert an seine denkwürdige Rede. Ein absloutes Must-See, denn vom Lincoln Memorial hat man einen ebenso tollen Blick über den Reflecting Pool bis zum George Washington Monument.

Memorials entlang des Reflecting Pool

Auf beiden Seiten des Reflecting Pools reihen sich verschiedene Memorials entlang. So zum Beispiel das imposante World War II Memorial, das Vietnam Veterans Memorial oder auch das Korean War Veterans Memorial.

Das Capitol

Am anderen Ende der National Mall befindet sich das Capitol, der Sitz der Legislative. Wow, welch ein beeindruckendes Gebäude. Hier legt also der gewählte amerikanische Präsident seinen Amtseid ab, hier tagt der Kongress. Führungen sind kostenlos und sicherlich lohnenswert, auch das Innere des Capitols zu bewundern. Es soll eine beachtliche Kuppel haben.

Union Station

Nördlich des Capitols kommen und verlassen Reisende die Stadt an der Union Station. Der Bahnhof ist nicht nur von außen gigantisch, auch im Inneren schweifen die Blicke über die spektakuläre Ausstattung und lassen wohl die meisten anderen Bahnhöfe der Welt in ziemlich dunklen Licht dastehen.

Die Museen

Was wäre ein Washington D.C. Trip ohne ein Museum besucht zu haben? Der Smithsonian Institution sein Dank, denn diese betreibt die zahlreichen Museen in der Stadt. Im Smithsonian Institution Building, das eine Ausstellungshalle ist, legten wir einen Pause ein und wärmten uns ein wenig auf. Unser Ziel war jedoch das

National Air and Space Museum

Man kann ja mal Glück haben – oder eben auch nicht. Nachdem das Weiße Haus schon von einer Baustelle umgeben war, erfuhren wir am National Air and Space Museum, dass die Ausstellung des „Air“-Bereichs derzeit vergrößert wird und somit nicht zugänglich war. Auch der zweite Standort des Museum im Udvar-Hazy Centre in der Nähe des Dulles International Airport in Virginia, war zu dem Zeitpunkt geschlossen.

Also begnügten wir uns mit den Exponaten Rund um die Raumfahrt. Auch diese waren imponierend. Außerdem wird man in diesem interaktiven Museum gleich wieder zum Kind. Zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen sind die physikalischen Regeln der Raum-und Luftfahrt präsentiert. Groß und Klein kommen hier also voll auf ihre Kosten.

United States Botanic Garden

Wer in den Wintermonaten nach Washington D.C. reist, sollte auf jeden Fall einen Besuch in den United States Botanic Garden einplanen. Dort herrschen tropische Temperaturen. Dabei kann man die Flora der gesamten Welt bewundern.

The Watergate Hotel

Als Hotel-Fan musste ich natürlich unbedingt das berühmt-berüchtigte Watergate Hotel sehen. Das in dem Watergate-Gebäudekomplex eingebettete Hotel war seinerzeit Schauplatz der sogenannten Watergate-Affaire, in die der damalige Präsident Nixon involviert war. Durch einen Einbruch, bei dem Abhörwanzen installiert werden sollte (auch hier wieder Grüße an Forrest Gump), hatte eine schwere Verfassungskrise und schließlich den Rücktritt Nixons zur Folge.

Wir machten uns zu Fuß zu dem etwas abseits des Zentrums gelegenen Gebäudekomplex und waren bei der Ankunft etwas … sagen wir irritiert. Das Ende der 60-er Jahre erbaute ‚Monstrum‘ hatte eben diesen Charme: ein Klotz, wie sie damals modern waren. Nun gut, wir standen also vor dem Watergate-Hotel. Wenn man schon mal da ist, kann man auch rein gehen. Nett, wirklich nett dieses 5* Hotel, zumindest von innen. Doch wirklich gesehen haben muss man es nicht. Dafür war der Rückweg entlang des Potomac River umso schöner.

Arlington Nationalfriedhof

Wenn man möchte, kann man von der National Mall auch zu Fuß auf die andere Seite des Potomac River laufen und ist damit schon im Bundesstaat Virginia gelegen. Doch nach den vielen Kilometern und eisigen Temperaturen dankende unsere Füße, dass wir uns für die Fahrt mit dem Auto entschieden hatten. Ein großer Parkplatz, die Parkgebühr von $ 4,00 war absolut erschwinglich, steht zur Verfügung.

Auf dem Arlington Friedhof finden Soldaten, Staatsmänner, Generäle, Admiräle, Astronauten und deren Angehörige oder auch US-Präsidenten ihre letzte Ruhestätte. Schlichte, weiße Grabtafeln bestimmen das Bild auf dem hügeligen Areal.

Neben dem Grab von John F. Kennedy, ist vor allem das Grabmal des unbekannten Soldaten ehrwürdig. Hier werden die nicht zu identifizierenden Überreste all jener beigesetzt, die im Krieg ihr Leben ließen.

Fazit

Wenngleich wir in den drei Tagen nicht alles gesehen haben, was wir uns vorgenommen hatten, waren wir doch schwer beeindruckt von Washington D.C.

Beim nächsten Trip in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten stehen auf jeden Fall noch das Pentagon mit dem Pentagon Memorial auf dem Plan und weitaus mehr Besuche in den Museen der Stadt.

3 Gedanken zu “Washington D.C.

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