USA

Die USA – Vereinigten Staaten von Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, vielseitigsten Landschaften und der Kontroverse. Die einen zieht es immer wieder dorthin, andere verweigern eine Reise gänzlich.

Für jeden Geschmack bieten die Vereinigten Staaten von Amerika das Richtige. Zieht es Euch an die Westküste der Vereinigten Staaten, zum Beispiel nach Los Angeles, San Francisco oder fabulous Las Vegas? Oder wollt ihr doch lieber die Ostküste mit New York, Boston, Philadelphia und Washington D.C. bereisen? Wie wäre es mit einem Roadtrip in den Südstaaten?

Ich für meinen Teil war in meiner Jugend ein großer USA-Fan. Wir haben Mitte der 90er-Jahre die Ost- und auch die Westküste erkundet und da war es um mich geschehen. Mitte der 2000-er Jahre habe ich dann mit einem J1-Visum die Arbeitserlaubnis für ein Jahr in den Vereinigten Staaten erhalten und habe dieses Jahr in Atlanta, Georgia verbracht. Damals habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt und verschiedene Orte besucht. Auch heutzutage sind die USA für uns immer noch ein beliebtes Reiseziel.

Die Einreise in die Vereinigten Staaten

Habt ihr Euch für eine Reise in einen – oder gleich mehrere Bundesstaaten – der USA entschieden, gilt es vorab erst einmal die Einreise zu sichern. Denkt also auf jeden Fall daran, das ESTA-Formular vorab auszufüllen. Das kann ganz bequem online ausgefüllt werden. Per E-Mail bekommt ihr die nötigen Papiere zugesendet, die ihr für die Immigration am US-Flughafen benötigt. An der Immigration müsst ihr Euch im Normalfall auf lange Schlangen einstellen, denn von jedem Passagier werden nicht nur die Fingerabdrücke gescannt und ein Foto erstellt, sondern man muss auch auf diverse Fragen antworten. Aber keine Bange, diese sind harmlos und fühlen sich eigentlich eher nach einem netten Smalltalk an.

Flüge in die USA

Von nahezu jeder deutschen Stadt werden entweder Direktflüge oder welche mit Zwischenstopp in die USA angeboten. In die Metropolen bringen Euch zumeist durchgehende Flüge. Ihr sucht ein Schnäppchen? Dann haltet die Augen auf, bei den Airlines tobt immer mal wieder ein Preiskampf um günstige USA-Flüge. Häufig gilt: je günstiger die Flüge, desto eher muss man sich auf einen Zwischenstopp einstellen.

Hotels in den USA

An Hotels mangelt es weder den großen Städten noch den kleineren Ortschaften. Vor allem dort findet man eine Vielzahl an liebevoll gestalteten Bed and Breakfast, die ihr unbedingt einmal ausprobieren sollte. Bedenkt bei Eurer Kostenkalkulation, dass in den USA noch die State- und die Salestax zu dem eigentlichen Preis hinzukommen. Das gilt auch für Einkäufe beim Shoppen oder im Supermarkt.

Die ewige Frage des Trinkgeldes

Die Urlaubsreise wurde geplant, ihr sitzt vorfreudig im Flieger, landet und setzt Euch in ein Taxi zum Hotel. Am Ziel angekommen folgt ein kurzer Blick auf das Taxameter und dann…ja, dann sehen wir uns alle mit der einen Frage konfrontiert: wie läuft das hier eigentlich mit dem Trinkgeld?

Hier der Tipp mit dem ‚Tip‘:

Amerika ist ein Dienstleistungs-Land, in dem viele Menschen auf das Trinkgeld angewiesen sind. „They work on tips“, heißt es.

Üblicher Weise werden etwa 15-20% Trinkgeld gegeben. Das ist zum Beispiel in Restaurants, Taxi oder auch beim Friseur Gang und Gäbe. Wer mit dem Service besonders zufrieden war, darf auch gerne 25% Trinkgeld geben. Doch vor allem in Restaurants – hauptsächlich in den Touristen-Gegenden – kann es sein, dass auf der Rechnung „including tip“ vermerkt ist. Dann braucht ihr nichts mehr hinzuzugeben.

So empfinden wir es als äußerst aufmerksam, wenn der Koffer im Hotel vom Pagen auf das Zimmer gebracht wird oder am Valet Parking Euer Auto vorgefahren wird. Doch alle diese Dienstleistungen sollte man mit 1-2$ würdigen. Wer besonders guten Service während seines Aufenthaltes wünscht, der gibt eingangs einfach ein paar Dollar. Das gilt auch für das Housekeeping, also die Zimmermädchen die die Zimmer reinigen. Übernachtet ihr mehrere Tage in einem Hotel, legt ruhig ein paar Dollar auf den Tisch mit einem kleinen Dankes-Gruß. Erfragt ihr beim Concierge eine Dienstleistung – und das kann eine simple Wegbeschreibung sein – hat auch er sich einen oder zwei Dollar verdient.

Autofahren in Amerika

Manche der großen Metropolen lassen sich besser ohne Auto erkunden, dazu zählen zum Beispiel New York oder San Francisco. Doch für die meisten Städte empfiehlt sich ein fahrbarer Untersatz. Anders als bei uns, reserviert man bei dem Vermieter lediglich die Klasse, also einen Kleinwagen, einen der Mittelklasse oder zum Beispiel einen SUV. Vor Ort kann man sich dann im Normalfall ein Auto in der gebuchten Klasse aussuchen und einfach starten. Ein deutscher Führerschein ist ausreichend.

Das Autofahren gestaltet sich ähnlich wie bei uns. Lediglich auf den Highways gibt es Unterschiede: Ausfahrten gehen auch mal von der linken Spur ab. Diese ist häufig auch reserviert für „car pools“, also Autos mit mehr als zwei Insassen. Standstreifen gibt es auch auf der linken Seite. Reifenpannen kommen nämlich erstaunlich häufig in den USA vor und so kann man direkt auf der rechten oder auf der linken Seite auf dem Standstreifen zum Stehen kommen. Wie ihr in einem solchen Fall handelt (oder besser gesagt: eher nicht handeln solltet), könnt ihr hier nachlesen. Hier aber die wichtigsten Unterschiede zu unseren Verkehrsregeln.

Recht Abbiegen bei roter Ampel erlaubt

Wenn kein Schild „no turn on red“ das Abbiegen bei roter Ampel verbietet, darf man auch bei Rotlicht rechts abbiegen.

Höchstgeschwindigkeiten

Es verwundert nicht, dass man die angegebenen Höchstgeschwindigkeiten einhalten sollte – das gilt wie überall auf der Welt. Diese fallen jedoch in der Regel niedriger aus als bei uns. Auch die Polizei verteilt Tickets, wenn man zu schnell unterwegs war – und das ist nicht günstig. Vor allem in School Zones sollte man achten das Tempolimit einzuhalten.

Recht vor links…

…gibt es nicht. Als erstes fährt, wer zuerst an die Kreuzung kommt. Und das funktioniert! Mit einem kurzen Blickwechsel und manchmal einem kurzen Handzeichen funktioniert die Regel „stop 4 way“ wunderbar.

Rechts überholen ist erlaubt

Auf den Highways werdet ihr Euch wundern, wenn auf einmal auf der rechten Seite einer an Euch vorbei rauscht. Das ist erlaubt – wenngleich in einigen Staaten das Rechtsfahren empfohlen wird. Also beim Spurwechsel beide Seiten im Blick behalten.

Schulbusse

Die typisch gelben Schulbusse kennen wohl alle. Was viele nicht wissen und was anders ist als bei uns: hält der Schulbus mit blinkenden Lampen, darf dieser auf keiner der Fahrbahnen überholt werden, um die ein-und aussteigenden Kinder nicht zu gefährden.

Parken in den USA

Natürlich gibt es auch Schilder wie wir sie kennen, die anzeigen, zu welchen Uhrzeiten (kostenpflichtig) geparkt werden darf. Doch achtet vor allem auf die Bemalung der Bordsteinkante. Eine rote Bordsteinkante signalisiert ein absolutes Parkverbot. Und: niemals vor einem Wasserhydranten parken, das wird ziemlich sicher ein Knöllchen zur Folge haben.

Alkohol am Steuer

„Driving under influence“ sollte man tunlichst vermeiden. Zwar gibt es – je nach Bundesstaat variierend – Promillegrenzen. Doch wenn es dann zu einem Unfall oder ähnlichem kommt, muss man mit empfindlichen Strafen rechnen. Das ist es nicht wert.

How are you? Love your shirt!

Ob der Taxifahrer, Kassierer im Supermarkt, Bedienung im Restaurant oder im Geschäft. Überall begegnet einem zur Begrüßung in den Vereinigten Staaten die Frage „how are you?“. Doch was ist damit gemeint?

Diese Höflichkeitsfloskel erwartet keine wahrheitsgemäße Antwort. Also bitte nicht erzählen, dass man am Morgen Rücken hatte, es nun aber wieder in Ordnung sei, doch nun das Knie plagt. Eure Antwort möchte in den USA niemand hören, sondern wird maximal verwunderte Blicke generieren.

Doch wie antwortet man nun? Am besten mit Varianten von „fine“, „fine and you?“ oder „fine, thanks. How about yourself?“.

Im Hotel ist es üblich, den nächsten wartenden Gast mit der Frage „How are you doing“ zu signalisieren, dass er nun an der Reihe ist und an die Rezeption treten darf.

Schon mal auf offener Straße oder im Restaurant ein Kompliment bekommen? Nicht wundern, das kommt vor und ist völlig normal. Wenn Dir also jemand ein Kompliment „love your haircut“ ausspricht, reicht es mit einem freudigen „thank you“ zu antworten. Dein Gegenüber möchte nicht die Adresse und Öffnungszeiten deines Friseurs wissen.

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