Mit der Fahrt von Las Vegas nach Los Angeles begann die letzte Etappe unseres Roadtrips. Eine knappe Woche Urlaub mit Stadt und Strand lag vor uns. Nun waren wir gespannt auf die größte Stadt in Kalifornien.
Das Hotel in 90210 Beverly Hills

An der Grenze zu Beverly Hills und West Hollywood gelegen und mit der wohl bekanntesten Postleitzahl bedacht, liegt das kleine aber feine Beverly Terrace Hotel strategisch günstig und entpuppte sich als richtig schön. Wie in den USA oftmals üblich, bietet das Hotel lediglich Valet Parking an, so dass wir bei unserer Ankunft nur unsere Koffer aus dem Auto nahmen und das Auto für uns geparkt wurde. Das kleine Hotel mit schmucken Innenhof, wo man morgens frühstücken und abends einen Cocktail genießen kann, war eine sehr gute Wahl. Abends serviert das Restaurant italienische Küche. Fußläufig in West Hollywood sind aber auch viele, gute Restaurants zu finden. Ein Supermarkt ist ebenfalls dort und nach Beverly Hills kommt man auch ohne das Auto nutzen zu müssen.
West Hollywood hat uns übrigens sehr gut gefallen. Eine bunte Mischung an Menschen treffen sich tags wie nachts, feiern, klönen und genießen das Leben.
Am Strand von Santa Monica vs. High Society in Beverly Hills
Unser erster Spaziergang führte uns nach Beverly Hills, wo sich das Who Is Who die Klinke in die Hand gibt – so vermuteten wir zumindest. Gesehen haben wir keinen Star oder Sternchen. Oder wir haben sie einfach nicht erkannt. Die Straßen in Beverly Hills verströmen ein gewisses gediegenes Flair und etwas Mondänes liegt in der Luft, wenn man vom Sunset Boulevard zum Rodeo Drive schlendert. Sogar musikalisch sind die Einkaufsstraßen hinterlegt und so liefen wir bei 30 Grad und Weihnachtsmusik an den Schaufenstern bekannter und sündhaft teurer Modeschöpfern vorbei.

Schön, vor allem schön teuer. Selbst Cafés und Restaurants schienen sich auf die geldschwere Kundschaft eingestellt zu haben. Ein Cappuccino war gleich mal doppelt so teure als auf der anderen Seite des Sunset Boulevards. ‚Gleich und gleich gesellt sich gerne‘, daher haben wir den Rückzug angetreten und sind zum Strand nach Santa Monica gefahren.

Wir liefen die Promenade entlang, bestaunten die vielen Stücke an den Ständen an denen lokale Künstler allerlei Selbstgemachtes anboten. Darunter waren durchaus gute Stücke zu finden – ein Bild hatte es uns besonders angetan, doch die Maße unserer Koffer haben ein Limit gesetzt.
Venice Muscle Beach und Santa Monica Pier
Männer und Frauen in knappen, sportlichen Outfits stählten ihre Muskeln in der Sonne am Venice Muscle Beach – der Name ist Programm. Mitgemacht haben wir nicht, aber eine Weile zugeschaut. Sehen und gesehen werden. Kurz vor dem Santa Monica Pier schlug das Wetter um. Hinter uns und ziemlich schnell kam eine Kaltfront heran. Auf einmal wurde es kalt und die Sicht verkürzte sich auf nur wenige Meter.
Walk of Fame
Was wäre ein Aufenthalt in Los Angeles ohne den Walk of Fame zu beschreiten? Es gehört einfach dazu und wir waren gespannt auf die Sterne im Boden, mit denen die vielen Künstler bisher geehrt wurden. Das Auto parkten wir auf einem Parkplatz, in dessen Nähe zufällig ein Markt stattfand. Dort stärkten wir uns mit einer lokalen Kleinigkeit auf die Hand und folgten nun den Sternen auf dem Boden über insgesamt 15 Blocks.
Um ehrlich zu sein, waren wir ein wenig enttäuscht. Nicht, weil es zu wenige Sterne gewesen wären (es sind weit mehr als 2600 Sterne eingelassen), sondern eher weil die Gegend runtergekommen war. Von dem Glamourösen war dort wenig zu sehen. Je näher man sich jedoch dem Touristen-Aufläufen näherten, desto besser erschien die Gegend gepflegt. Entertainer und Souvenier-Läden reihten sich aneinander. Entertaint und touristisch.

Das Hollywood-Zeichen
Eine weitere Institution in Los Angeles und DAS Wahrzeichen schlechthin ist natürlich das Hollywood-Sign in den Bergen der Hollywood Hills. An den Schriftzug kommt man nicht direkt heran. Lediglich über eine dort gelegene Farm kann man es in die Nähe der Buchstaben schaffen, man sollte aber natürlich bedenken, dass die Farm bewirtschaftet und damit Privatgrund ist. Aus unterschiedlichen Perspektiven erhascht man aus der Stadt und aus dem Griffith Park immer wieder einen Blick aus das Wahrzeichen.

das Hollywood Zeichen 
in den Hollywood Hills
Der Griffith Park und Griffith Observatory
Der riesige Griffith Park etwas nördlich von Downtown Los Angeles ist ein riesiges Areal, in dem nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen gerne dem Alltag entfliehen und dem Großstadt-Treiben von ohne herab zuschauen. Vor allem abends lohnt sich der Weg hinaus in den Park. Vom Griffith Observatory hat man einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt, bei klarer Sicht sogar bis zum Meer. Der Sonnenuntergang ist malerisch schön – auf jeden Fall anschauen und eine Jacke mitnehmen!


Eureka Skydeck
Nicht nur vom Oberservatory im Griffith Park hat man einen rundum Blick auf die Stadt, auch die Aussichtsplattform vom Eureka Skydeck watet mit einer Besonderheit auf. Natürlich ist die Aussicht das eine und auf jeden Fall wunderschön. In schwindelerregender Höhe an der Außenseite des Hochhauses ist eine Rutsche mit Glasboden gebaut. Wer traut sich?

Fazit
Los Angeles ist riesig groß und bietet für jeden etwas. Ob Strand, Stadt, Sightseeing oder Eintauchen in das echte Leben. Hier findet man alles. Tipp: mit einem Leihwagen bewegt man sich am besten fort.



3 Gedanken zu “Los Angeles – die Stadt der Engel”