Da wir zwei Nächte in Niagara-on-the-falls vorgesehen hatten und uns dieses Städtchen nicht wirklich zusagte, entschieden wir uns spontan zu einem Tagesausflug nach Buffalo. Doch dazu mussten wir zuerst die Grenze von Kanada in die USA überqueren.
So stellten wir uns mit vielen anderen Autos in die Schlange auf der Brücke, an deren Ende die Grenzkontrollen stattfanden. Die Autos vor uns hielten kurz an, wurden dann durch gewunken und fuhren ihres Weges. So hielten auch wir unsere Reisepässe bereit und überreichten sie einer eher mürrisch drein schauenden Mitarbeiterin. Nach einem Blick in unsere Pässe und dann auf uns, deutete sie uns am Ende des vor uns liegenden Parkplatzes zu parken und in das Gebäude zu gehen. Da dies alles sehr wortkarg von statten ging, waren wir doch etwas ratlos, parkten aber wie geheißen und liefen auf das Gebäude zu.
Suchend – und schließlich findend – nahmen wir im Wartebereich der Immigration statt. Mit uns warteten so manch andere, die ebenfalls die Grenze überqueren wollten. Ob wir in guter Gesellschaft waren? Mh, ich wage es zu bezweifeln. Als wir schließlich aufgerufen wurden und dem Beamten unsere Pässe reichten, blickten wir auch hier in ein strenges, prüfendes Gesicht. Je länger sich diese schweigsame Prozedur hinzog, desto mehr Fragezeichen kamen in unsere Gesichter. Als der Beamte uns schließlich fragte, wohin es denn gehen solle, antworteten wir wahrheitsgemäß „to Buffalo for some sightseeing“.
Schallendes Gelächter!
Warum alle anwesenden Grenzbeamten auf unsere Antwort laut lachten? Das haben wir uns auch gefragt und an unserem Ziel festgestellt: es war berechtigt!
Buffalo selber ist sicherlich keine Stadt, die mit zig Sehenswürdigkeiten aufwarten kann. Aber wir haben uns dort wohl gefühlt. In der warmen Mittagssonne entdeckten wir vor dem Rathaus unzählige Food Trucks, an denen sich die Mitarbeiter der umliegenden Firmen stärkten.
City Hall
Wir hatten erfahren, dass man im Rathaus selber eine Aussichtsplattform begehen kann. Das wollten wir natürlich machen und so liefen wir durch den Sicherheits-Check am Eingang ohne kontrolliert worden zu sein (die Scanner waren außer Betrieb) und suchten den Weg nach oben. Da dieser nicht wirklich ausgeschildert worden war, irrten wir ein wenig in dem Gebäude herum, grüßten mal links, mal rechts in die Büros, bis wir schließlich die richtige Treppe fanden und den Ausblick auf den Eriesee und die Stadt genießen konnten.
Unter dem Motto „go out for lunch“ wurden die Buffaloianer ermuntert, die Mittagspause unter freiem Himmel zu verbringen. Um die Zeit zu untermalen fanden an verschiedenen Stellen in der Stadt Veranstaltungen statt, die die Mittagspause musikalisch untermalten. Als Karibik-Fan war ich natürlich begeistert Steel-drum-Bands zu hören, zu deren Musik sich die Menschen bewegten und die Zeit genossen.
Fazit
Buffalo ist schöner als uns die Grenzbeamter glauben ließen. Das Stadtbild ist geprägt durch schön restaurierte und instand gehaltene Bauten aus vergangenen Jahrhunderten. Die Stadt ist fußläufig zu erkunden. Auf unserem Streifzug sind wir mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen und haben den Tag in der Stadt der „Buffalo Chicken Wings“ genossen.

